Fiorano Modenese, italienische Gemeinde
Fiorano Modenese ist eine Gemeinde in der Provinz Modena im Herzen des Keramikdistrikts zwischen Modena und den ersten Hügeln des Apennin. Die Gegend wird geprägt durch ein Mosaik aus bebauten Flächen, traditionellen Handwerksstätten, sanften Hügeln und natürlichen Formationen wie den Schlammvulkanen der Salse di Nirano, wo der Untergrund lebendig zu brodeln scheint.
Die menschliche Besiedlung in Fiorano reicht über 7000 Jahre zurück bis zur neolithischen Kultur, deren Keramiken zeigen, dass die frühen Bewohner bereits hochwertige Techniken beherrschten. Im Mittelalter entstand eine befestigte Burg auf dem Hügel, die später zerstört wurde, woraufhin das Heiligtum der Jungfrau Maria an ihrer Stätte errichtet wurde.
Der Name Fiorano stammt aus dem Lateinischen und bezieht sich auf die blühenden Felder, die einst das Gebiet prägten. Heute zeigt sich die lokale Kultur in der handwerklichen Keramiktradition, die in Werkstätten und dem Museum sichtbar wird, sowie in den jährlichen Festen wie der Feier der Jungfrau Maria, wenn sich die Gemeinschaft am Heiligtum versammelt.
Besucher finden hier ruhige Straßen und historische Gebäude zum Erkunden, mit dem Schloss von Spezzano als zentralem Punkt und dem Heiligtum als weiterer Orientierungshilfe. Für Naturliebhaber sind die Wanderwege in den Salse di Nirano leicht zugänglich, auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, und bieten das ganze Jahr über schöne Ausblicke.
Die Schlammvulkane der Salse di Nirano sind kalte, salzige Formationen, die ständig durch unterirdisches Wasser und Kohlenwasserstoffe verschoben werden und eine mondähnliche Landschaft schaffen. Diese geologische Besonderheit zieht Besucher an, die sonst selten auf solche natürlichen Phänomene in Europa stoßen.
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