Gerace, Mittelalterliche Bergstadt in Kalabrien, Italien.
Gerace ist ein Ort mit Steinhäusern und engen Gassen, der auf einer hochgelegenen Klippe über der Ionischen See liegt und die Berge von Aspromonte im Hintergrund zeigt. Der Ort hatte ursprünglich viele religiöse Gebäude und die bemerkenswerteste Struktur ist ein großes Münster, das mit Säulen aus älteren lokalen Tempeln gebaut wurde.
Die ersten Bewohner siedelten sich hier um die 10. Jahrhundert an, nachdem die Küstenstadt wegen Überfällen verlassen worden war. Die Erhebung des Ortes auf der höchsten Stelle war eine Überlebensstrategie, die den Ort zu einem religiösen Zentrum mit vielen Kirchen entwickelte.
Der Name Gerace stammt von dem Falken, der der Legende nach die Bewohner hierher führte und bis heute ein Symbol des Ortes ist. Man sieht dieses Motiv noch heute in der lokalen Ikonographie und Geschichte überall in der Stadt.
Der Ort liegt oben auf einem Hügel, daher sollte man bequemes Schuhwerk tragen, um die steilen Gassen und unebenen Wege zu bewältigen. Die beste Zeit zum Besuch ist in den kühleren Monaten, wenn die engen Straßen weniger überwältigend sind und die Ausblicke klar sind.
Der Ort bewahrte hunderte kleiner sakraler Gebäude, von denen viele heute verlassen oder anderweitig genutzt werden, was die religiöse Bedeutung früherer Zeiten zeigt. Diese überwiegende Dichte von Kirchen in der Altstadt ist in Süditalien selten und gibt einen Eindruck von der intensiven Glaubenspraxis, die den Ort prägte.
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