Gustav-Linie, Deutsche Verteidigungsanlagen in Süditalien
Die Winter Line war ein Netz deutscher Verteidigungsstellungen, das sich durch die süditalienischen Gebirge erstreckte und mehrere natürliche Barrieren und befestigte Punkte umfasste. Das System verlief von der Westküste bei Minturno ostwärts durch die Berge bis zur Adriaküste beim Sangro und nutzte die steilen Hänge und Flussläufe der Region.
Die Stellungen wurden im November 1943 unter Feldmarschall Kesselring angelegt, um den alliierten Vormarsch auf Rom aufzuhalten und die deutschen Truppen in Mittelitalien zu schützen. Die Verteidigungslinie verzögerte die Offensive der Alliierten um mehrere Monate, bis sie im Mai 1944 durchbrochen wurde.
Das Benediktinerkloster Monte Cassino innerhalb der Verteidigungslinie wurde 1944 zu einem zentralen Punkt des militärischen Konflikts.
Reste der Befestigungen sind noch an verschiedenen Stellen entlang der ehemaligen Linie sichtbar, darunter Betonbunker und Geschützstellungen in den Bergregionen. Viele dieser Orte liegen in abgelegenem Gelände und erfordern Wanderungen durch unwegsame Abschnitte.
Das französische Expeditionskorps, darunter Truppen aus Nordafrika, durchbrach als erstes die Befestigungen am 11. Mai 1944 und öffnete den Weg durch das Liri-Tal. Dieser Erfolg ermöglichte den Vorstoß der alliierten Streitkräfte in Richtung Norden.
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