Tuscan wine, Weinregion in der Toskana, Italien
Die toskanische Weinproduktion umfasst mehrere geschützte Herkunftsbezeichnungen, darunter Chianti, Brunello di Montalcino und Vino Nobile di Montepulciano, die sich über Hügellandschaften zwischen Florenz und Siena erstrecken. Die meisten Weingüter bauen Sangiovese als Hauptrebsorte an, wobei kleinere Mengen von Canaiolo, Colorino und internationalen Sorten die Assemblage ergänzen.
Etruskische Siedler brachten den Weinbau im 8. Jahrhundert vor Christus in die Gegend und exportierten ihre Erzeugnisse bis ins antike Griechenland. Während des Mittelalters regulierten florentinische Zünfte den Handel und legten Qualitätsstandards fest, die das heutige Denominationssystem vorwegnahmen.
Der Name Sangiovese leitet sich vom lateinischen «Sanguis Jovis» ab, was Blut des Jupiter bedeutet und die zentrale Rolle dieser Traube in der Region verdeutlicht. Viele Weingüter bewirtschaften ihre Hänge nach traditionellen Methoden, wobei Besucher oft die terrassenförmigen Weinberge und alten Kellereien mit großen Holzfässern sehen können.
Die meisten Weingüter bieten Führungen mit Verkostung nach Voranmeldung an, wobei einige kleinere Produzenten nur zu bestimmten Jahreszeiten öffnen. Wer mehrere Betriebe besuchen möchte, sollte ein Auto mieten, da öffentliche Verkehrsmittel in den ländlichen Weinbaugebieten selten fahren.
Die Küstenzone der Region bringt die sogenannten Supertoskaner hervor, Weine die traditionelle Sangiovese-Trauben mit Cabernet Sauvignon oder Syrah kombinieren und oft außerhalb der klassischen Herkunftsbezeichnungen vermarktet werden. Diese modernen Assemblage-Weine entstanden in den 1970er Jahren und haben internationale Anerkennung für ihre Ausdruckskraft erlangt.
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