Kloster San Marco, Dominikanerkloster in Florenz, Italien
Das Konvent San Marco ist ein Dominikanerkloster an der Piazza San Marco in Florenz, bestehend aus einer Kirche und einem Kloster, die Michelozzo für Cosimo de' Medici von 1439 bis 1444 wiederaufbaute. Die Kirche hat ein einschiffiges Langhaus mit Seitenkapellen von Giambologna und eine neoklassizistische Fassade von 1777–1778. Das Kloster ist um zwei Kreuzgänge angelegt, mit Kapitelsaal, zwei Refektorien, Bibliothek und den Zellen der Brüder im Obergeschoss.
Das Kloster wurde ursprünglich von Silvesterinermönchen gegründet, wechselte aber 1438 unter die Obhut der Dominikanischen Reformbewegung. Die umfangreiche Umgestaltung wurde von Cosimo de Medici finanziert, der dem Konvent seine Unterstützung schenkte.
Fra Angelico bemalte zwischen 1438 und 1445 die Lünetten des Kreuzgangs und die Zellen der Brüder, beginnend mit den fünf ältesten Lünetten des Antoninuskreuzgangs, darunter Christus als Pilger, von zwei Dominikanern aufgenommen. Im Kapitelsaal füllt seine Kreuzigung mit Heiligen (1441–1442) die Nordwand, umgeben von Heiligenmedaillons seines Gehilfen Benozzo Gozzoli.
Der Museumseingang liegt am Kreuzgang des heiligen Antoninus, dessen Lünetten Fresken von Bernardino Poccetti und anderen Künstlern des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts tragen. Fra Angelicos Fresken schmücken die Zellen im Obergeschoss, die man über Michelozzos Treppe erreicht; im Kapitelsaal hängt seine Kreuzigung von 1441–1442. Die Kirche mit den Seitenkapellen Giambolognas und der neoklassizistischen Fassade von 1777–1778 hat einen eigenen Eingang.
Cosimo de' Medici besaß eine Zelle im Gastkorridor neben denen der Brüder; Papst Eugen IV. übernachtete darin in der Nacht der Kirchweihe 1443. Fra Angelico und Benozzo Gozzoli bemalten die Zellen des Schlafsaals, auch die seine.
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