Barrancu Mannu, Bronzezeitliches Passage-Grab in Santadi, Italien
Das Grab von Barrancu Mannu ist ein Megalith-Heiligtum aus der Bronzezeit mit einer Grabkammer aus roséfarbenem Granit. Die rechteckige Struktur ist mit präzise gesetzten Steinen aufgebaut und war einst mit einem Dach bedeckt, das die Bestattungen schützte.
Der Bau des Grabes fällt in die Mittelbronzezeit vor etwa 3300 Jahren, als die Nuraghe-Kultur auf Sardinien ihre stärkste Ausprägung erlebte. Diese Zeit war geprägt von stabilen Gemeinschaften, die ihre Verstorbenen in solchen Monumenten beisetzten.
Die Anlage zeigt, wie die Nuraghe-Menschen ihre Toten ehrten und dabei fortgeschrittene Bautechniken einsetzten, die noch heute beeindrucken. Wer sich Zeit nimmt und die Steinarrangements studiert, erkennt die handwerkliche Geschicklichkeit dieser frühen Bevölkerung.
Das Grab liegt auf einem Hügel westlich des Rio Baccu Mannu und ist über gekennzeichnete Wege erreichbar. Festes Schuhwerk ist notwendig, da der Boden uneben und teilweise rutschig sein kann, besonders nach Regen.
Unter dem Grab erstreckt sich eine natürliche Höhle namens Sa Grutta, in der Archäologen Keramikfragmente aus der Nuraghe-Zeit gefunden haben. Diese Funde deuten darauf hin, dass Menschen das Höhlensystem lange vor dem Bau des Grabes bereits nutzten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.