Basilica di San Clemente in Santa Maria dei Servi, Basilika minor in Siena, Italien.
Santa Maria dei Servi ist eine gotische Nebenbasilika auf einem Hügel im Süden der Altstadt von Siena, Teil des UNESCO-Welterbes der Stadt. Die schlichte Fassade mit einem einzigen Portal und einer Fensterrose öffnet sich zu einem Innenraum mit hohen Gewölben und drei Schiffen, entlang derer eine dichte Folge von Gemälden und Altarbildern zu sehen ist.
Der Bau begann im 13. Jahrhundert auf dem Gelände einer älteren Kapelle und wurde anschließend vom Servitenorden übernommen, der die Kirche tiefgreifend umgestaltete. Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts wurde das Gebäude mehrfach erweitert und erhielt dabei seinen heutigen dreischiffigen Grundriss.
Der Name der Kirche bezieht sich auf den Servitenorden, der sich der Verehrung Marias widmet, und das Bauwerk war jahrhundertelang ein wichtiger Ort des religiösen Lebens in Siena. Wer heute die Kirche betritt, sieht an den Wänden und Altären eine dichte Folge von Gemälden und Altarbildern, die diesen marianischen Schwerpunkt deutlich widerspiegeln.
Die Kirche liegt am südlichen Rand der Altstadt, und der Aufstieg zur Eingangstreppe kann steil sein, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Von der Treppe und dem kleinen Platz vor der Kirche bietet sich ein freier Blick über die Dächer Sienas, der den Aufstieg für sich allein lohnt.
Eine der bedeutendsten Tafeln im Inneren ist die thronende Madonna von Coppo di Marcovaldo aus dem Jahr 1261, eines der frühesten erhaltenen Beispiele dieser Bildtradition in der Toskana. Das Werk entstand nicht als Schenkung, sondern als Kriegsbeute: Coppo di Marcovaldo malte es als Gegenleistung für seine Freilassung nach der Gefangenschaft in Siena.
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