San Pietro in Gessate, Kirche in Mailand
San Pietro in Gessate ist eine Kirche im gotisch-Renaissance-Stil im Zentrum von Mailand, erbaut aus Backstein mit einer Fassade aus rosa und weißem Marmor. Das Innere gliedert sich in ein Mittelschiff und zwei Seitenschiffe, die durch Reihen von Granitsäulen mit korinthischen Kapitellen getrennt sind und von dekorierten Kapellen gesäumt werden.
Die Kirche wurde 1447 unter der Leitung des Architekten Guiniforte Solari begonnen und 1475 fertiggestellt. Sie ersetzte eine ältere Kirche, die den Heiligen Petrus und Paulus geweiht war und zuvor an derselben Stelle stand.
Die Grifi-Kapelle zeigt Fresken von Bernardino Buttinone und Bernardo Zenale mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Ambrosius. Diese Werke zeigen, wie reiche Mailänder Familien ihre Privatkapellen als Ort der Repräsentation nutzten.
Die Kirche liegt im Zentrum von Mailand und ist zu Fuß von vielen Stadtteilen aus gut erreichbar. Es empfiehlt sich, außerhalb der Gottesdienstzeiten zu kommen, um die Kapellen und das Innere in Ruhe betrachten zu können.
Die Kirche war ursprünglich über einen schiffbaren Graben mit dem Navigli-Kanalsystem verbunden, den der Orden der Umiliati für den Wolltransport nutzte. Diese direkte Verbindung zwischen religiösem Leben und Handelsaktivitäten ist heute nicht mehr sichtbar, aber sie erklärt die strategische Lage des Gebäudes.
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