Palazzo Dolfin Manin, Renaissancepalast am Canal Grande nahe der Rialtobrücke, Italien.
Palazzo Dolfin Manin ist ein Renaissance-Palast am Canal Grande in Venedig, unweit der Rialtobrücke, mit einer Fassade aus weißem istrischen Stein und sechs Arkaden im Erdgeschoss. Die unteren Stockwerke werden von ionischen und korinthischen Säulen getragen, während in den oberen Etagen zentrale Vierfachmaßwerkfenster im Renaissance-Stil das Bild prägen.
Der Palast wurde 1536 für die Familie Dolfin erbaut und gilt als eines der bedeutenden Renaissance-Gebäude am Canal Grande. Später war er die Residenz von Ludovico Manin, dem letzten Dogen von Venedig, der 1797 die Kapitulation vor Napoleon unterzeichnete.
Im Inneren befinden sich Gemälde von Giambattista Tiepolo, die anlässlich der Hochzeit von Ludovico Manin und Elisabetta Grimani entstanden sind. Sie zeigen, welchen Stellenwert Auftragskunst im Leben wohlhabender venezianischer Familien einnahm.
Das Gebäude beherbergt heute den venezianischen Hauptsitz der Banca d'Italia und ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Es liegt in der Nähe der Vaporetto-Haltestelle Rialto, die von den Linien entlang des Canal Grande bedient wird.
Das heutige Gebäude entstand, indem Architekt Jacopo Sansovino zwei separate mittelalterliche Bauten zu einem einzigen Palast zusammenführte. Diese Lösung zeigt, wie Renaissancearchitekten mit der bereits bestehenden, eng bebauten Stadtstruktur Venedigs umgingen.
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