Isola Sacra, Archäologische Nekropole in Fiumicino, Italien.
Isola Sacra ist eine antike Begräbnisstätte auf einer künstlichen Insel bei Fiumicino, nördlich von Rom, die sich zwischen dem Kanal des Fiumicino und dem alten Hafen von Portus erstreckt. Entlang einer gepflasterten römischen Straße reihen sich Grabbauten aus mehreren Stockwerken, deren Mauern, Mosaikböden und Stuckdekorationen noch teilweise erhalten sind.
Der Kaiser Claudius ließ im 1. Jahrhundert einen Kanal ausheben, der den Tiber mit dem neuen Hafen Portus verband und dabei eine Insel bildete. Die Grabbauten entstanden in den folgenden Jahrhunderten entlang der Hauptverbindungsstraße zwischen Portus und Ostia.
Die Grabmäler entlang der alten Straße gehörten oft Händlern und Handwerkern, die ihren Beruf auf den Reliefs und Wandmalereien darstellen ließen. Man erkennt noch heute Werkzeuge, Schiffe und Alltagsgegenstände, die in den Stein gemeißelt wurden.
Das Gelände lässt sich zu Fuß in eigenem Tempo erkunden, und die Grabbauten sind von der Straße aus gut einsehbar. Da es kaum Schatten gibt, ist ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag angenehmer.
Einige Grabkammern zeigen noch Terrakotta-Röhren in den Außenmauern, durch die Wasser oder Wein als Opfergabe direkt zu den Bestatteten geleitet werden konnte. Dieser Brauch der Totenspende war unter den Bewohnern des Hafens weit verbreitet.
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