Werk Valmorbia, Militärfestung in Trambileno, Italien
Forte Pozzacchio ist eine Bergfestung in Trambileno im Trentino, die auf etwa 882 Metern Höhe in die Felswände gehauen wurde und drei Ebenen mit unterirdischen Schutzräumen, Schussstellungen und Versorgungsräumen umfasst. Die Anlage nutzt natürliche Felsvorsprünge und eine tiefe Schlucht als Teil des Verteidigungssystems.
Das Österreich-Ungarische Kaiserreich begann 1912 mit dem Bau dieser Festung an der damaligen Grenze zu Italien, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Nach Kriegseintritt Italiens 1915 wurde sie rasch zur aktiven Frontlinie und war Teil der Kämpfe in den Dolomiten und im Trentino.
Forte Pozzacchio zeigt heute, wie Militäringenieure des frühen 20. Jahrhunderts Felsen und Schluchten direkt in die Verteidigungsanlage einbezogen haben. Besucher können die in den Stein gehauenen Räume und Schussstellungen besichtigen und so die Bauweise der Habsburger Armee nachvollziehen.
Das Forte ist an Sonntagen von Ende Mai bis Mitte Oktober zugänglich, und eine Voranmeldung ist erforderlich. Der Zugang über die Bergpfade ist steil und erfordert festes Schuhwerk sowie eine gewisse Kondition.
Das Forte besitzt zwei drehbare Stahlkuppeln, die je mit einer 10-Zentimeter-Haubitze bestückt waren und sich um 360 Grad drehen konnten, um verschiedene Ziele anzuvisieren. Diese Vorrichtungen gehörten damals zu den technisch ausgefeiltesten ihrer Art entlang dieser Gebirgsfront.
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