Monte Corno Battisti, Berggipfel in Vallarsa, Italien.
Monte Corno Battisti ist ein Berggipfel im Pasubio-Massiv in der Gemeinde Vallarsa in der Provinz Trient, Norditalien. Er liegt auf einer Höhe von 1.763 Metern und ist von steilen Felswänden sowie einem System von Tunneln und Stollen aus dem Ersten Weltkrieg durchzogen.
Während des Ersten Weltkriegs war der Gipfel hart umkämpft und wechselte zwischen 1916 und 1918 mehrfach zwischen italienischen und österreichisch-ungarischen Truppen. Beide Seiten gruben sich regelrecht in den Berg hinein und hinterließen ein Labyrinth aus Stollen und Sprengkammern, das heute noch sichtbar ist.
Der Gipfel trägt den Namen von Cesare Battisti, einem irredentistischen Aktivisten, der hier im Juli 1916 gefangen genommen wurde. Sein Name ist auf dieser Anhöhe eingraviert, und viele Besucher kommen genau wegen dieser Erinnerung hierher.
Der Aufstieg erfordert Klettersteigausrüstung und beginnt beim Parkplatz Anghebeni; es ist ein anspruchsvoller Ganztagesausflug, der Erfahrung im Gebirge voraussetzt. Wer die unterirdischen Gänge erkunden möchte, braucht eine Stirnlampe und sollte gut vorbereitet sein, bevor er in die Stollen eintritt.
Unter dem Gipfel befindet sich ein senkrechter Schacht namens Lowenmaul, der von österreichisch-ungarischen Soldaten in den Fels gesprengt wurde, um eine Stellung tiefer im Berg zu erreichen. Dieser Schacht ist kein Aufstiegsweg, sondern ein militärisches Werkzeug, das dazu diente, den Gipfel von innen heraus zu unterminieren.
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