Villa Malta, Palast des Souveränen Malteserordens auf dem Aventin, Rom, Italien
Diese Residenz auf dem Aventin-Hügel dient dem Souveränen Malteserorden als diplomatische Niederlassung und Ordenssitz in Rom. Die Anlage umfasst einen Innenhof, gepflegte Gärten und eine Kirche, deren Außenfassade mit feinen Steinmetzarbeiten und geometrischen Ornamenten gestaltet ist.
Die heutige Anlage entstand im 18. Jahrhundert, als Giovanni Battista Piranesi den Zugang, die Kirche und Teile der Innenräume neu gestaltete und damit ein Beispiel für barocke Architektur schuf. Schon seit dem Mittelalter unterhielt der Malteserorden auf diesem Hügel einen Sitz, der nach mehreren Umbauten seine jetzige Form erhielt.
Der Name des Anwesens verweist auf den Malteserorden, dessen Mitglieder hier noch heute diplomatische Aufgaben erfüllen und Gottesdienste in der angrenzenden Kirche halten. Besucher können die Fassade der Anlage von außen betrachten und dabei die symbolischen Verzierungen erkennen, die den christlichen Auftrag des Ordens widerspiegeln.
Die Residenz kann nur nach vorheriger Anmeldung bei den offiziellen Stellen des Ordens besichtigt werden, da sie weiterhin diplomatischen Zwecken dient. Der Blick durch das Schlüsselloch an der Einfahrt ist frei zugänglich und bietet sich zu jeder Tageszeit an, besonders am frühen Morgen oder späten Nachmittag.
Durch das Schlüsselloch im Eingangstor können Besucher die Kuppel des Petersdoms in einer geraden Linie erkennen, die durch die Gartenallee des Anwesens führt und drei Hoheitsgebiete durchquert. Diese Perspektive entstand nicht durch Zufall, sondern wurde bei der Neugestaltung des Gartens bewusst eingerichtet.
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