Porta Marzia, Etruskisches Stadttor in Perugia, Italien.
Porta Marzia ist ein etruskisches Stadttor in Perugia, das aus Travertin besteht und etwa 4,4 Meter breit ist, mit Pilastern und Rahmen, die antike lateinische Inschriften tragen. Die strukturelle Gestaltung verbindet etruskische Bautechniken mit römischen Einflüssen aus der Antike.
Das Tor wurde ursprünglich an der südlichen Grenze der etruskischen Stadtmauern errichtet und diente im dritten Jahrhundert vor Christus als Zugang zur Via Amerina. Die Struktur wurde später während des Baus der Rocca Paolina zwischen 1540 und 1543 demontiert und etwa vier Meter versetzt wieder aufgebaut.
Das Tor zeigt fünf Skulpturen zwischen gerillten Pilastern, darunter eine zentrale männliche Figur, die Tinia darstellt, begleitet von anderen Gottheitsdarstellungen aus der Antike.
Das Gelände ist durch unterirdische Abschnitte zugänglich, die man über die Via Bagliona erreicht und wo mittelalterliche Überreste sowie Ausstellungsflächen zu sehen sind. Die Umgebung verbindet Straßenebenen verschiedener Epochen miteinander, daher sollte man mit Höhenunterschieden und unebenen Oberflächen rechnen.
Das Tor bestand ursprünglich aus mehreren übereinander gestapelten Bogen in etruskischer Stil, von denen nur der untere Bogen das Mittelalter und die Wiederherstellung überstand. Die heutige sichtbare Version zeigt daher ein Fragment des ursprünglichen komplexeren Bauwerks.
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