San Carlo al Lazzaretto, Milan, Renaissancekirche im Stadtteil Porta Venezia, Mailand, Italien
San Carlo al Lazzaretto ist eine achteckige Renaissancekirche im Mailänder Viertel Porta Venezia, deren Fassaden von ionischen Steinsäulen und Serlianischen Fenstern gegliedert werden. Ein zentrales Kuppeldach mit Laterne krönt den Bau und ist von allen Seiten des früheren Lazaretts aus zu sehen.
Der Bau der Kirche begann 1558 auf Anweisung von Erzbischof Carlo Borromeo als zentrales Element des Mailänder Lazaretts, einer Anlage zur Pflege von Pestkranken. Die Arbeiten wurden 1592 abgeschlossen, also nach dem Tod des Erzbischofs.
Die Kirche trägt den Namen des Erzbischofs Carlo Borromeo, der in Mailand zur Zeit der Pest eine zentrale Rolle spielte. Im schlichten Inneren sind noch heute Spuren der besonderen Zweckbestimmung des Gebäudes zu erkennen: Es war gleichzeitig Gotteshaus und Teil einer medizinischen Anlage.
Die Kirche ist grundsätzlich täglich zugänglich, doch die Öffnungszeiten für Besucher sind begrenzt und das Innere kann während der Gottesdienste geschlossen sein. Ein Besuch am frühen Morgen ist empfehlenswert, um das Gebäude in Ruhe besichtigen zu können.
Die ursprüngliche Anlage sah offene Arkaden an allen Seiten vor, damit die Patienten in den umliegenden Galerien den Gottesdienst verfolgen konnten, ohne die Kirche betreten zu müssen. Damit konnte die Messe gleichzeitig von Gesunden und Kranken beobachtet werden, ohne dass sie in direkten Kontakt kamen.
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