Palazzo Martelli, Palast in Florenz
Der Palazzo Martelli ist ein Stadtpalast im Herzen von Florenz, der heute als Nationalmuseum genutzt wird und seine originale Einrichtung, Gemälde und Dekorationen über mehrere Stockwerke hinweg bewahrt. Die Räume umfassen einen gelben und einen roten Saal, eine Kapelle, einen Tanzsaal sowie weitere Zimmer, die gemeinsam ein Bild des Familienlebens über Jahrhunderte zeichnen.
Der Palazzo entstand in den 1520er Jahren und wurde 1627 erheblich erweitert, als Marco Martelli seine Cousine heiratete und dabei mehrere benachbarte Gebäude zusammengeführt wurden. Eine weitere Umgestaltung im Jahr 1738 prägte das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes in weiten Teilen.
Im Palazzo befinden sich Werke von Malern wie Piero di Cosimo, Domenico Beccafumi, Salvator Rosa und Luca Giordano, die zwischen reich verzierten Möbeln und Wandteppichen hängen. Die Räume vermitteln den Eindruck, dass Kunst hier kein Dekor war, sondern Teil des täglichen Lebens.
Der Eingang befindet sich in der Via Ferdinando Zannetti, und das Gebäude ist für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Die Räume können in eigenem Tempo erkundet werden, wobei ein Besuch der oberen Etagen einen guten Überblick über die Verteilung der Sammlungen bietet.
Im Erdgeschoss malte Niccolò Connestabile eine Pergola mit Fresken, die durch Perspektivtricks größer wirken, als der Raum tatsächlich ist. Diese Art von gemalter Architektur war in florentinischen Residenzen eher ungewöhnlich und verleiht diesem Bereich einen ganz anderen Charakter als den Obergeschossen.
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