Grab des Gegenpapstes Johannes XXIII, Grabmonument im Baptisterium von Florenz, Italien
Das Grabdenkmal des Antipapstes wurde von Donatello und Michelozzo zwischen 1422 und 1428 geschaffen und kombiniert Marmor mit vergoldeter Bronze zu einer Höhe von etwa 7 Metern. Die Struktur besteht aus einer Marmorumrahmung mit drei Nischenbereichen und einer Bronzestatue unter einem Baldachin.
Der Antipapst wurde 1415 auf dem Konzil von Konstanz abgesetzt und in Deutschland gefangengenommen, bevor er in Florenz Zuflucht fand. Das Denkmal wurde kurz nach seinem Tod dort errichtet und ist ein Zeugnis einer turbulenten Zeit in der Kirchengeschichte.
Das Denkmal zeigt drei Muschelmuscheln mit Reliefs der Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung, die zusammen mit der vergoldeten Bronzestatue darunter das Leben und die Werte des hier begrabenen Mannes darstellen. Diese Darstellungen helfen Besuchern heute noch, die Bedeutung dieser Person in der Florentiner Geschichte zu verstehen.
Das Grabmal steht zwischen zwei Säulen rechts vom Hauptaltar im Florentiner Baptisterium und ist für Besucher des Gebäudes leicht zugänglich. Die beste Zeit zum Besuch ist in den frühen Morgenstunden oder später am Nachmittag, wenn weniger Touristen das Heiligtum besuchen.
Nach der Machtergreifung durch einen Rivalen wurde die Grafinschrift 1431 geändert und das Wort 'quondam' vor 'Papa' eingefügt, um anzuzeigen, dass die Person nicht mehr als Papst galt. Diese subtile Änderung ist ein stilles Zeichen der Entehrung, die in Stein und Bronze bewahrt blieb.
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