Südtüren des Florentiner Baptisteriums, Bronzeportal am Baptisterium von Florenz, Italien.
Die Südtüren des Baptisteriums sind ein Bronzeportal, das aus 28 Relieffeldern besteht und Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers zeigt. Die Türen sind etwa 5,77 m hoch und 4,28 m breit und gehören zu den ältesten Beispielen für solch aufwändige Bronzearbeiten an einem Kircheneingang.
Andrea Pisano schuf diese Türen zwischen 1329 und 1330 und markierte damit einen Wendepunkt in der Kunstgeschichte Florenz'. Das Werk zeigte erstmals, wie die alte handwerkliche Tradition des Gießens mit neuen künstlerischen Ideen verbunden werden konnte.
Die Szenen auf den Türen zeigen das Leben Johannes des Täufers und dienten den Menschen damals als visuelle Geschichtserzählung, da viele nicht lesen konnten. Diese Form des Erzählens durch Bilder war für die Kirche eine wichtige Möglichkeit, ihre Lehren an alle weiterzugeben.
Die originalen Bronzetüren können im Museo dell'Opera del Duomo besichtigt werden, während Repliken am Eingang des Baptisteriums stehen. Es ist hilfreich, sich Zeit für die Betrachtung der einzelnen Szenen zu nehmen, um die Details und die handwerkliche Arbeit wirklich zu würdigen.
Die einzelnen Relieffelder sind mit geometrischen Mustern und dekorativen Elementen eingefasst, die das Auge des Betrachters durch die Szenen führen. Dieses Kompositionsprinzip wurde später von Renaissance-Künstlern immer wieder aufgegriffen und verfeinert.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.