Santuario della Madonna d'Appari, Katholischer Schrein in Paganica, Italien
Das Santuario della Madonna d'Appari ist ein Schrein im Ortsteil Paganica von L'Aquila, eingeklemmt zwischen einer Felswand und dem Bach Raiale, mit einer rechteckigen Fassade, die von einem Glockentürmchen mit drei Öffnungen bekrönt wird. Der Altarraum grenzt direkt an die Felswand dahinter und folgt dabei den natürlichen Konturen des Gesteins.
Die Einwohner des Ortes errichteten den Schrein im 13. Jahrhundert, nachdem eine Hirtin namens Maddalena Chiaravalle berichtet hatte, an dieser Stelle die Jungfrau Maria gesehen zu haben. Das Erdbeben von 2009 in L'Aquila beschädigte das Gebäude erheblich, doch nach Restaurierungsarbeiten konnte es 2011 wieder für Besucher geöffnet werden.
Die Innenwände tragen Fresken aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die religiöse Szenen in einer Art Bilderfolge darstellen, die auch Menschen ohne Lesekenntnisse verständlich war. Dieser erzählerische Stil macht die bemalten Wände noch heute zum Hauptgrund, warum viele Besucher diesen Ort aufsuchen.
Das Heiligtum liegt in einer ländlichen Gegend am Rand von L'Aquila, ein eigenes Fahrzeug ist daher praktisch unerlässlich, um es zu erreichen. Am besten besucht man es bei Tageslicht, damit man die Fresken im Inneren klar sehen und die Felsformation rund um das Gebäude erkunden kann.
Der Altarraum wurde so gestaltet, dass er der unregelmäßigen Form der Felswand dahinter folgt, was dem Inneren eine schiefe Geometrie verleiht, die auf den ersten Blick überrascht. Die Erbauer haben die Felsstruktur also nicht verändert, sondern das Gebäude an sie angepasst.
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