Synagoge, Jüdischer Tempel im Castelletto-Viertel, Genua, Italien
Die Synagoge in Genua ist ein Gebethaus im Stadtteil Castelletto, das romanische und orientalische Designelemente kombiniert und eine zentrale Halle mit zwei polygonalen Apsiden aufweist. Die Innenräume sind mit Marmorverkleidung verziert und schaffen eine würdevolle Atmosphäre für die Gottesdienste.
Die heutige Struktur wurde 1935 eingeweiht und ersetzte eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert in der Nähe der Malapaga-Mauern. Der Neubau war notwendig, um der wachsenden jüdischen Bevölkerung Genuas gerecht zu werden.
Die zentrale Halle verfügt über eine zweistöckige Frauengalerie, und an den Wänden sind Inschriften aus Psalmen und Propheten zu sehen, die den Namen des Wohltäters Tobias Cohen Pavia bilden. Diese Elemente erzählen die Geschichte der jüdischen Gemeinde und ihrer Unterstützer, die zum Bau dieser Stätte beigetragen haben.
Das Gebäude befindet sich in der Via Bertora 6 im Castelletto-Viertel und ist relativ leicht zu finden, wenn man den Straßennamen als Orientierungspunkt nutzt. Besucher sollten vorher mit der Gemeinde Kontakt aufnehmen, da der Zugang nur zu bestimmten Zeiten oder mit Genehmigung möglich ist.
Im Inneren der Synagoge findet man einen bemerkenswerten Lesepult, das der Künstler Emanuele Luzzati wie einen Schiffsausguck aus Holz gestaltet hat. Die Oberfläche ist mit Kacheln verziert, die die zwölf Stämme Israels darstellen und das Kunstwerk zu einem visuellen Geschichtsbuch machen.
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