Villa Il Gioiello, Renaissance-Villa in Arcetri, Florenz, Italien.
Villa Il Gioiello ist eine Renaissancevilla auf den Hügeln von Arcetri südlich von Florenz, mit einem U-förmigen Grundriss, Steinfassade und klassischen Fenstern. Das Innere ist mit Möbeln und Gegenständen aus dem 17. Jahrhundert eingerichtet und wird heute von der Universität Florenz als Museum verwaltet.
Galileo Galilei zog 1631 in das Haus, nachdem er von der Inquisition verurteilt worden war, und blieb dort unter Hausarrest bis zu seinem Tod im Jahr 1642. In dieser Zeit arbeitete er weiter an seinen wissenschaftlichen Schriften und empfing Besucher aus ganz Europa.
Von der Terrasse des Hauses sieht man in der Ferne die Kuppel des Florenzer Doms, fast so, als hätte Galilei die Stadt stets im Blick gehabt. Der Ort zieht heute Menschen an, die sich für die Geschichte der Wissenschaft interessieren, und wirkt eher wie ein bewohntes Haus als wie ein klassisches Museum.
Ein Besuch ist nur über eine im Voraus gebuchte Führung möglich, da das Haus nicht frei zugänglich ist. Die Lage auf einem Hügel außerhalb des Stadtzentrums macht eine frühzeitige Planung der Anreise sinnvoll.
Der Name des Hauses, Il Gioiello, bedeutet auf Italienisch "das Juwel", und der Name existierte bereits vor Galileos Ankunft. Seine Tochter Maria Celeste, eine Nonne in einem nahe gelegenen Kloster, schrieb ihm regelmäßig Briefe, die erhalten geblieben sind und heute ein wichtiges Zeugnis seines Privatlebens darstellen.
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