Grotte di Castellana srl, Naturhistorisches Museum und Höhlensystem in Castellana Grotte, Italien
Die Grotte di Castellana bilden ein unterirdisches Höhlensystem aus Kalkstein mit zahlreichen Kammern, die durch natürliche Gänge verbunden sind. Der Weg führt durch beleuchtete Räume mit Stalaktiten, Stalagmiten und Säulen, die sich über Jahrtausende durch Wasserablagerungen gebildet haben.
Der Forscher Franco Anelli stieg 1938 als erster Mensch in das Höhlensystem hinab und dokumentierte die Räume für die Wissenschaft. Die Stadt Castellana Grotte öffnete die Höhlen wenige Jahre später für Besucher und machte sie zu einem der ersten zugänglichen Höhlensysteme in Süditalien.
In den Hohlräumen leben mehrere Tierarten, die sich seit Jahrtausenden an das Leben ohne Sonnenlicht angepasst haben und nur hier vorkommen. Diese Organismen, darunter Höhlenkrebse und winzige Insekten, zeigen Besuchern die Fähigkeit der Natur zur Anpassung an extreme Bedingungen.
Die Führungen durch die Höhlen dauern je nach gewählter Route zwischen einer und zwei Stunden und sind für Menschen mit normaler Fitness geeignet. Der Weg besteht aus befestigten Pfaden und Treppen, wobei das unterirdische Klima ganzjährig kühl bleibt, sodass eine Jacke empfehlenswert ist.
Eine der Kammern trägt den Namen Grotta Bianca wegen ihrer nahezu weißen Kalkablagerungen, die das Gestein vollständig bedecken. Diese Formationen entstanden durch besondere mineralische Bedingungen, die an nur wenigen Orten der Welt auftreten.
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