Grotte di Castellana, Schauhöhle in Castellana Grotte, Italien.
Die Castellana-Höhlen sind ein Höhlensystem in der apulischen Gemeinde Castellana Grotte, das sich über mehrere Kilometer durch Kalkstein erstreckt und bis zu 120 Meter (etwa 400 Fuß) unter der Oberfläche reicht. Die Temperatur im Inneren bleibt das ganze Jahr über konstant bei etwa 16 Grad Celsius.
Der Speläologe Franco Anelli betrat das System im Januar 1938 erstmals und stieß dabei auf den tiefen Schacht La Grave sowie weitere Kammern. Seine Entdeckungsarbeit führte in den folgenden Jahren zur systematischen Erforschung und späteren Öffnung der Höhlen für die Öffentlichkeit.
Das System wurde nach der nahegelegenen Stadt Castellana benannt, während die Grotten seit ihrer Öffnung für Besucher als beliebtes Ausflugsziel in der Region Apulien gelten. Vor Ort erinnern verschiedene Säle wie die Grotte Bianca oder die Caverna dei Monumenti an die Entdeckungsgeschichte und tragen italienische Namen, die sich auf ihre Erscheinung beziehen.
Besucher können zwischen zwei Führungen wählen: einem kürzeren Rundgang von etwa einem Kilometer oder einer längeren Route, die sich über rund drei Kilometer erstreckt. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da die Wege durch natürliche Formationen führen und stellenweise uneben sein können.
In der sogenannten Weißen Grotte reflektieren helle Alabaster- und Kalzitkristalle das Licht und erzeugen sanfte Schattierungen an den Wänden. Dieser Bereich gilt als einer der hellsten natürlichen Räume im gesamten System.
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