Marinewerft Kure, Marinewerft in Kure, Japan.
Das Kure-Marinearsenal ist eine Marineschiffswerft in Kure, Japan, die sich entlang der Küste der Präfektur Hiroshima erstreckt. Die Anlage umfasst mehrere Trockendocks aus Beton, Fertigungshallen und technische Werkstätten, die bis heute in Betrieb sind.
Der französische Ingenieur Louis-Émile Bertin leitete ab 1890 den Bau der Marineanlage, die zu einem zentralen Standort für den Schiffbau der kaiserlichen Marine wurde. Die Werft baute in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Kriegsschiffe und entwickelte sich zu einem der größten Produktionsstandorte im pazifischen Raum.
Der ehemalige Marinestandort beherbergt jetzt das Yamato-Museum, wo Besucher die Geschichte des Schiffbaus durch Modelle und Ausstellungsstücke nachvollziehen können. Der Name Kure leitet sich von der alten Bezeichnung für die Bucht ab, die schon immer als natürlicher Hafen diente.
Der Komplex ist weiterhin als Werft unter der Leitung der Japan Marine United Corporation in Betrieb und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Das nahegelegene Museum bietet jedoch Einblicke in die Geschichte und Technik der Schiffsbauanlage.
Die Werft baute 1940 das Schlachtschiff Yamato, das mit 263 Metern Länge das größte seiner Art nach Verdrängung blieb. Heute erinnert eine maßstabsgetreue Rekonstruktion im Museum an dieses Schiff und die handwerkliche Präzision der damaligen Zeit.
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