Kure, Marinehafen in der Präfektur Hiroshima, Japan.
Kure ist eine Hafenstadt an der Küste des Seto-Binnenmeers in der Präfektur Hiroshima und liegt zwischen bewaldeten Bergen und mehreren vorgelagerten Inseln. Die Stadt folgt der Küstenlinie über mehrere Kilometer, mit Werften und Wohnvierteln, die sich an den schmalen Streifen zwischen Meer und Hängen drängen.
Die Marine richtete hier 1889 ihren Hauptstützpunkt ein und verwandelte einen kleinen Fischerhafen in ein großes Zentrum für den Schiffbau und die Rüstungsindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich die Stadt zu einem zivilen Industriestandort, wobei viele Werften weiterhin Handelsschiffe bauen.
Der Name leitet sich von einem alten Bergbausystem ab, bei dem Tunnel tief in die Hänge gegraben wurden. Heute nutzen Bewohner den Hafen für Fischerboote und tägliche Fährverbindungen zu nahegelegenen Inseln, während entlang der Uferpromenade kleine Geschäfte und Restaurants die Arbeit auf See widerspiegeln.
Wer vom Bahnhof Hiroshima anreist, kann die Züge der Kure-Linie nehmen, die in etwa einer halben Stunde ankommen und regelmäßig über den Tag verteilt verkehren. Die Stadt lässt sich zu Fuß in den zentralen Bereichen erkunden, doch für Museen und weiter entfernte Stätten verkehren Busse entlang der Küste.
Ein Museum zeigt das erste in Japan dauerhaft an Land ausgestellte U-Boot, das Besuchern erlaubt, das Innere des tatsächlichen Militärfahrzeugs zu betreten und Mannschaftsräume zu sehen. Wenige Meter entfernt liegt ein Modell des früheren Flaggschiffs, das Interesse an Marinearchitektur und Ingenieurwesen weckt.
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