Neodani Fault, Erdbebenverwerfung in Motosu, Japan.
Die Neodani-Verwerfung ist eine seismische Bruchlinie in der japanischen Präfektur Gifu, die sich über 55 Kilometer von der südlichen Stadt Ono über Motosu bis Minokamo erstreckt. Besucher können hier horizontale und vertikale Verschiebungen im Gestein beobachten, die ein anschauliches Beispiel für Erdkrustenbewegungen darstellen.
Die Verwerfung entstand während des Nobi-Erdbebens im Jahr 1891 und erzeugte die größte Oberflächenverschiebung in der japanischen Geschichte. Horizontale Bewegungen erreichten bis zu 8 Meter, während vertikale Verschiebungen rund 6 Meter betrugen.
Die Bewohner im Neodani-Gebiet nennen die Bruchlinie „Jiware
Der Verwerfungsabschnitt bei der Station Midori an der Tarumi-Eisenbahnlinie bietet direkten Zugang zu Beobachtungspunkten und Bildungseinrichtungen. Ein Zentrum in der Nähe zeigt Modelle und Schautafeln, die das Verständnis der geologischen Vorgänge erleichtern.
Der sichtbare Geländesprung im Midori-Distrikt gilt als nationales Naturerbe und zeigt, wie stark die Erde innerhalb von Sekunden brechen kann. Besucher sehen an dieser Stelle, wo Felder plötzlich um mehrere Meter nach oben oder unten verschoben wurden.
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