Koboro Station, Unbesetzte Bahnstation in Toyoura, Japan
Koboro Station ist ein unbedienter Bahnhalt zwischen zwei Tunneln an der Uchiura-Bucht in Toyoura, erreichbar nur per Zug ohne Zufahrt über Land. Beide Bahnsteige liegen direkt zwischen den Tunneleingängen mit steilen Hängen zu drei Seiten und freiem Blick auf das Meer zur vierten Seite.
Der Ort entstand 1943 als Blockstelle für den Kohletransport während des Krieges und diente später dem Güterverkehr. Die Umwandlung in einen regulären Personenhalt erfolgte 1987 nach der Privatisierung der Eisenbahn.
Der Name stammt vom Fluss Koboro im nahen Tal und bezeichnet heute einen Halt ohne Gebäude oder Straßenzugang zwischen zwei Tunneln direkt am Meer. Zugliebhaber besuchen den Ort als Beispiel für schwer erreichbare Bahnhöfe in abgelegenen Landschaften Japans.
Nur sechs Züge pro Tag halten an diesem Punkt der Muroran-Hauptlinie, daher ist genaue Planung für Ankunft und Abreise notwendig. Wer hier aussteigt sollte vorher wissen, wann der nächste Zug zurück fährt oder weiter in die gewünschte Richtung.
Der gesamte Halt liegt in einem schmalen Streifen von etwa 80 Metern Länge zwischen den beiden Tunnelöffnungen ohne Verbindung zum Straßennetz. Besucher betreten und verlassen den Ort ausschließlich per Zug, da keine Wege durch die Felsen oder entlang der Küste führen.
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