Tanna-Tunnel, Eisenbahntunnel zwischen Atami und Kannami, Japan.
Der Tanna-Tunnel ist eine Eisenbahnröhre in der Präfektur Shizuoka, die durch das Gebirgsmassiv von Hakone führt und Atami mit Kannami verbindet. Der Tunnel verläuft unter dichtem Vulkangestein und erstreckt sich über knapp acht Kilometer durch eine der komplexesten geologischen Zonen der Region.
Die Bauarbeiten begannen 1918 und erforderten 16 Jahre bis zur Fertigstellung im Jahr 1934. Zwei schwere Einstürze forderten das Leben von 67 Arbeitern und machten dieses Projekt zu einem der schwierigsten Ingenieurvorhaben der damaligen Zeit.
Der Name bezieht sich auf die Stadt Tanna, die heute Teil von Kannami ist. Die Bohrstrecke folgt einer der ältesten Handelsrouten zwischen der Hauptstadtregion und den westlichen Provinzen.
Die Röhre ist Teil der Tōkaidō-Hauptlinie und wird von Zügen durchfahren, die Tokio mit Osaka verbinden. Passagiere merken den Übergang meist nur an der Verdunkelung der Fenster und dem leichten Druckwechsel in den Ohren.
Die Grabungsarbeiten legten mehrere aktive Verwerfungslinien frei, durch die heiße Quellen in die Tunnelröhre eindrangen. Ingenieure mussten das Thermalwasser umleiten, um die Temperatur im Inneren erträglich zu halten.
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