Daianraku-ji, Buddhistischer Tempel in Nihonbashi-Kodenmachō, Japan
Daianraku-ji ist ein buddhistischer Tempel im Viertel Nihonbashi-Kodenmachō in Tokio mit einer Haupthalle aus traditionellem japanischem Holzbau. Der Tempel ist auch unter dem Namen Shin-Koyasan bekannt und gehört zum Edo-Pilgerweg.
Der Tempel wurde 1875 auf dem Gelände eines ehemaligen Gefängnisses gegründet und erhielt seinen Namen nach zwei Unternehmern, die seine Errichtung finanzierten: Okura Kihachi und Yasuda Zenjiro. Ihre Unterstützung war Teil einer breiteren Entwicklung, bei der private Förderer nach der Meiji-Restauration religiöse Einrichtungen finanzierten.
Daianraku-ji ist die fünfte Station auf dem Edo-Pilgerweg, und Besucher können hier einen Tempelstempel erhalten, der ihren Fortschritt auf dieser Route markiert. Dieser Brauch ist noch heute lebendig und zieht Menschen an, die den gesamten Pilgerweg abschreiten möchten.
Der Tempel liegt im Zentrum von Tokio und ist sowohl zu Fuß als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Da es sich um einen aktiven Tempel handelt, empfiehlt es sich, respektvoll und ruhig aufzutreten, insbesondere wenn gerade Zeremonien stattfinden.
Die Haupthalle beherbergt eine Statue von Kobo Daishi, die vom Berg Koya stammt, einem der heiligsten Orte des japanischen Buddhismus. Aus diesem Grund trägt der Tempel den Beinamen Shin-Koyasan, was so viel bedeutet wie "neuer Berg Koya", und ermöglicht es Pilgern, eine spirituelle Verbindung zu diesem fernen Ort herzustellen, ohne dorthin reisen zu müssen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.