Nara Juvenile Prison, Ehemalige Jugendstrafanstalt in Nara, Japan
Die ehemalige Jugendstrafanstalt besteht aus fünf Backsteinzellenblöcken, die fächerförmig um einen zentralen Wachturm und ein Verwaltungsgebäude angeordnet sind. Jeder Block enthält mehrere Stockwerke mit schmalen Gängen und Zellentüren aus Metall, die auf offene Korridore führen, welche die Überwachung von einem einzigen Punkt aus ermöglichten.
Der Architekt Yamashita Keijiro plante die Anlage 1908 als Teil der Modernisierungsbemühungen der Meiji-Regierung im Strafvollzugssystem. Die Behörden schlossen die Haftanstalt 2016 und begannen mit den Vorbereitungen zur Umwandlung in ein Hotel, während der Schutzstatus als Kulturgut erhalten blieb.
Der Name verweist auf die japanische Stadt, in der die Anlage liegt, während die roten Backsteinmauern und runden Bögen zwischen kahlen Innenhöfen und vergitterten Fenstern zu sehen sind. Besucher erkennen die Verschmelzung westlicher Bauformen mit lokalen Handwerkstechniken an den Fugen und Mauermustern, die Arbeiter vor über einem Jahrhundert formten.
Die Anlage befindet sich im Stadtgebiet und ist derzeit wegen Umbauarbeiten für die künftige Hotelnutzung geschlossen. Interessierte sollten sich über Führungen und Zugangsmöglichkeiten informieren, sobald die Restaurierung näher an der geplanten Eröffnung 2026 liegt.
Dieses Bauwerk bleibt als einziges der fünf großen Meiji-Gefängnisse in seiner ursprünglichen Backsteinstruktur bestehen. Die fächerförmige Anordnung ermöglichte es dem Wachpersonal, alle Zellenblöcke gleichzeitig von der zentralen Plattform aus zu übersehen.
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