Goshono Site, Archäologische Stätte in Ichinohe, Japan.
Die Goshono-Stätte ist eine archäologische Siedlung mit über 800 Fundamenten von Grubenunterkünften, verteilt auf einer Flussterrasse entlang des Mabechi-Flusses. Das Gelände erstreckt sich über ein großes Areal auf einer Höhe von etwa 190 Metern und zeigt die räumliche Organisation dieser frühen Gemeinschaft.
Die Stätte wurde 1989 während Bauarbeiten für einen Industriepark entdeckt und stammt aus der mittleren Jomon-Zeit um 2500-2000 v.Chr. Sie erhielt 1993 die Anerkennung als Nationales Historisches Denkmal und ist heute Teil eines UNESCO-Welterbes.
Der zentrale Bereich zeigt Steinkreise rund um Bestattungsgruben, die auf komplexe Zeremonien der Jomon-Bewohner hinweisen. Diese räumliche Anordnung verdeutlicht, welche Rolle rituelle Praktiken im alltäglichen Leben dieser frühen Gemeinschaft spielten.
Der Zugang führt über eine 120 Meter lange Brücke über ein enges Tal mit einem Bach. Im Goshono-Jomon-Museum können Besucher ausgegrabene Tonwaren und Werkzeuge sehen, einschließlich eines durch eine Glasfläche sichtbaren 4200 Jahre alten Brandgrabes.
Die Stätte liegt in einer von Walnuss- und Kastanienbäumen umgebenen Gegend, die dem Ort einen waldähnlichen Charakter gibt. Die natürliche Vegetation schafft eine grüne Kulisse, die die Bedeutung der Umgebung für die ursprüngliche Gemeinde verdeutlicht.
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