Tojō-tei, Historische Residenz in Matsudo, Japan
Tojō-tei ist ein eingeschossiges Holzwohnhaus mit einem flach geneigten grauen Ziegeldach und einem flachen First. Eine breite Veranda mit einem flachen Vordach auf schlanken Pfosten verläuft entlang der Fassade aus dunklem Holz und Glas, die Schiebeelemente und eine zurückgesetzte mittlere Öffnung besitzt. Ein niedrigerer Flügel wiederholt Dach und Vordach an einem offenen Rasen.
Das Anwesen entstand 1884 als privater Rückzugsort für Tokugawa Akitake, den jüngeren Bruder des letzten Shōgun. Nach seinem Tod ging es durch mehrere Hände, bis die Stadt Matsudo es 1951 übernahm und für Besucher öffnete.
Der Name Tojō leitet sich von „sotogaku“ ab, einem Außenring der Burg Matsudo, die einst auf diesem Plateau lag. 1892 wurde das Haus Hauptsitz des Matsudo-Zweigs der Tokugawa, als Akitakes Sohn Takeyasu den Vizegrafentitel erhielt. Zu sehen sind durchbrochene Querbalken zwischen den Räumen und die Decke des Bades aus geflochtenen Zedernlatten.
Von der Station Matsudo aus braucht man zu Fuß etwa zehn Minuten, um das Gelände zu erreichen. Die Wege im Garten sind einfach begehbar, und die Haupträume lassen sich ohne große Schwierigkeiten besichtigen.
Der Rasen des Gartens gilt als der älteste erhaltene Rasengarten westlichen Stils in Japan; er wurde ab 1884 angelegt und 1890 vollendet, nach den Jahren Tokugawa Akitakes in Frankreich und seinem Besuch der Pariser Weltausstellung. Eine chinesische Steineibe steht als Symbolbaum auf dem Rasen, und der Garten wurde 2018 anhand von Akitakes eigenen Fotografien wiederhergestellt.
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