Honren-ji, Buddhistischer Tempel in Setouchi, Japan.
Honren-ji ist ein Tempel in Setouchi, der traditionelle Holzstrukturen, Meditationshallen und Gärten aufweist, die nach buddhistischen Architekturprinzipien gestaltet sind. Die Anlage folgt einem harmonischen Design, das die Balance zwischen den verschiedenen religiösen Funktionsbereichen bewahrt.
Honren-ji ging aus einer Hokke-dō hervor, die Daikaku Daisōjō, Vorsteher des Myōken-ji in Kyoto, 1338 oder 1347 stiftete; er führte Ishihara Sado-no-kami aus der herrschenden Familie Ushimados in das Lotos-Sutra ein. Der Name „Ushimado-ura Hokke-dō“ erscheint erstmals 1450 in Tempeldokumenten. Die Haupthalle wurde 1492 neu errichtet, und 1994 wurde das Gelände als Stätte der Joseon-Gesandtschaften zum Nationalen Historischen Denkmal erklärt.
Der Karako Odori von Ushimado, ein Jungentanz am vierten Sonntag im Oktober, soll von den hier untergebrachten koreanischen Gesandten stammen. Der Tempel bewahrt neun Schriftrollen zu diesen Missionen auf, die als bedeutende Kulturgüter der Präfektur Okayama gelten, sowie Gedichte und Tafeln, die die Delegierten hinterließen.
Das Gelände ist tagsüber zugänglich, wobei einige Bereiche für Meditationssitzungen und religiöse Zeremonien reserviert sind. Für die Teilnahme an diesen speziellen Aktivitäten sollten Besucher vorher Kontakt mit dem Tempel aufnehmen.
Der von den koreanischen Gesandten genutzte Gästesaal blickt auf einen Kobori Enshū zugeschriebenen Garten; der Besuch erfordert eine Reservierung. Neun Schriftrollen zu den Missionen werden hier als bedeutende Kulturgüter der Präfektur Okayama aufbewahrt.
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