Urama Chausuyama Kofun, Schlüssellochförmiger Grabhügel in Higashi-ku, Okayama, Japan.
Der Urama Chausuyama Kofun ist ein schlüssellochförmiger Grabhügel in Okayama und einer der frühen Kofun dieser Form in der Region. Der Komplex besteht aus einem rechteckigen Vorderteil und einem kreisförmigen hinteren Bereich mit einer Grabkammer aus Andesitschiefern, die rot gefärbten Ton enthält.
Der Hügel wurde Ende des 3. Jahrhunderts erbaut und zählt zu den frühen großen schlüssellochförmigen Gräbern der antiken Region Kibi. Die Grabkammer wurde während der Meiji-Zeit geleert, was eine vollständige archäologische Erfassung der ursprünglichen Grabbeigaben erschwerte.
Der Name Chausuyama vergleicht den Hügel mit einer Teemühle (chausu). Der vordere Teil wurde als Feld genutzt und ist heute ein Park mit Kirschbäumen; nördlich des hinteren Hügels liegen ein Bambushain und ein Friedhof. Auf dem Hügel wurden Bruchstücke zylindrischer Haniwa gefunden.
Der Hügel liegt auf einer kleinen Anhöhe zwischen den Flüssen Yoshii und Sunagawa, an dessen Ost- und Südseite Wohnsiedlungen heranreichen. Der hintere runde Teil ist ein Bambushain mit einem Friedhof an der Nordseite, der abgeflachte vordere Teil ein mit Kirschbäumen bepflanzter Park. Da das Erdbauwerk stark verändert ist, lässt sich sein schlüssellochförmiger Umriss besser aus der Entfernung ablesen als beim Besteigen.
Die Grabung von 1988 unter Yoshiro Kondo legte die Andesit-Grabkammer 2,5 m unter der ausgeraubten Grube des hinteren Hügels frei. Die Platten stammten aus dem Norden der Präfektur Kagawa oder von den Inseln der Bisan-Seto. Die Grabbeigaben waren in der Meiji-Zeit weitgehend entfernt worden, doch es blieben Fragmente eines Bronzespiegels, Pfeilspitzen, Schwerter, Sicheln, Spaten und Angelhaken.
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