Toba Sea-Folk Museum, Maritimes und Volkskundemuseum in Toba, Japan
Das Toba Sea-Folk Museum ist ein Meeres- und Volkskundemuseum in der Hafenstadt Toba an der Küste der Ise-Bucht in Japan. Es beherbergt eine der größten Sammlungen zur maritimen Volkskultur des Landes, darunter rund 90 traditionelle Holzboote aus verschiedenen Regionen sowie Tausende von Fischereigeräten und Alltagsgegenständen küstennaher Gemeinschaften.
Das Museum wurde 1971 als private Einrichtung gegründet, um die maritimen Volksüberlieferungen der Region Ise-Bucht zu dokumentieren. Im Jahr 2017 übernahm die Stadtverwaltung Toba die Trägerschaft, wodurch dem Haus mehr Mittel für die Pflege und Präsentation seiner Bestände zur Verfügung standen.
Das Museum widmet sich den Ama-Taucherinnen, Frauen, die seit Generationen ohne Atemgeräte ins Meer tauchen, um Meeresfrüchte und Perlen zu sammeln. Besucher können Werkzeuge, Kleidung und Alltagsgegenstände sehen, die direkt mit dieser Praxis verbunden sind.
Die Ausstellung ist in sieben thematische Bereiche unterteilt, sodass man sich gut orientieren kann, aber ein Besuch erfordert etwas Zeit. Am besten plant man mindestens zwei bis drei Stunden ein, um die verschiedenen Abschnitte ohne Eile zu erkunden.
Etwa 7.000 Objekte der Sammlung sind als wichtiges materielles Volkskulturgut auf nationaler Ebene eingestuft, ein seltener Status in Japan. Sie dokumentieren Fischereimethoden und Werkzeuge, die spezifisch für die Gewässer rund um die Halbinsel Shima und das Kumano-Meer entwickelt wurden.
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