Tamagusuku Castle, Gusuku Festung in Nanjō, Japan
Tamagusuku Castle ist eine Kalksteinfestung auf einem Hügel in 180 Metern Höhe, die in Nanjō auf der Insel Okinawa liegt. Die Anlage besteht aus mehreren Befestigungsanlagen mit engen Treppen und natürlichen Felswänden, die das Bauwerk mitgestalten.
Laut dem Chūzan Seikan wurde die Burg Tamagusuku von Amamikyu, der ryūkyūischen Schöpfungsgöttin, erbaut und gilt als älteste Burg der Insel Okinawa. König Tamagusuku, vierter König der Eiso-Linie (1260–1349), soll hier residiert und die Festung ausgebaut haben. Die Steinmauern deuten auf eine Errichtung vor etwa 600 Jahren hin. 1987 wurde sie zur nationalen historischen Stätte erklärt.
Der Hauptbereich birgt das Amatsugi-Amagatsugi-Utaki, eine der sieben heiligen Stätten des ryūkyūischen Schöpfungsmythos und Station der Pilgerfahrt Agariumai. Das Tor ist aus einem einzigen Naturstein gehauen, und die geringe Größe der Anlage spricht für kultische statt militärische Nutzung.
Der Ort hat Parkplätze für etwa zehn Fahrzeuge und ist frei zugänglich für Besucher. Holztreppe führen zum ersten Befestigungsbereich, wobei festes Schuhwerk auf den Feldwegen empfohlen wird.
Die Mauern des Hauptbereichs sind fast vollständig erhalten, und sein Tor ist aus einem einzigen natürlichen Felsen herausgearbeitet statt aus Blöcken gefügt. Die zweite und dritte Umwallung verloren ihre Steinmauern nach dem Zweiten Weltkrieg, als das nahe Versorgungsgebiet Camp Chinen unter Aufsicht der US-Armee als Logistikbasis diente und die Steine als Baumaterial abtransportiert wurden.
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