Hikosan Jingū, Shinto-Schrein in Soeda, Japan
Hikosan Jingū ist ein Jingū auf dem Berg Hiko in Soeda, Japan, und besteht aus mehreren hölzernen Gebäuden mit geschwungenen Dächern, die durch steinerne Treppen und Wege miteinander verbunden sind. Die Anlage umfasst Torbauten, Gebetshallen und Nebengebäude, die zwischen alten Zedern und Kiefern auf verschiedenen Ebenen des Berges verteilt sind.
Der Überlieferung nach gründete der Mönch Zenshō das Heiligtum im Jahr 531, als der Jäger Kyūyū sein Schüler wurde, nachdem ein von ihm erlegter weißer Hirsch wieder zum Leben erwachte. Ab dem 12. Jahrhundert blühte es als Zentrum des Shugendō unter dem Namen Hikosan Gongen Reisen-ji, und 1333 übernahm der Tendai-Mönch Chōsuke die Leitung. 1616 ließ Hosokawa Tadaoki den Honden wieder errichten, und 1729 verlieh Kaiser Reigen das Schriftzeichen 英, woraus Hikosan wurde. Beim meiji-zeitlichen Bruch von Buddhismus und Shintō wurde der Tempel aufgelöst; 1871 entstand das Hikosan-Schreins, 1975 das Hikosan Jingū.
Der Name verbindet Bergnatur und göttliche Verehrung, wobei Besucher noch heute Weihrauch und Papierstreifen als Opfergaben vor den Altären niederlegen. Gläubige ziehen an einem dicken Seil, um die Glocke zu läuten und die Aufmerksamkeit der verehrten Gottheiten zu erlangen.
Vom Bahnhof Hikosan an der JR-Kyushu-Linie Hita-Hikosan bringt ein Stadtbus von Soeda in Richtung Hikosan in etwa 15 Minuten zur Haltestelle „Dō no Torii“. Mit dem Auto liegt der Ort 45 km von der Anschlussstelle Kogura-minami der Kyushu-Autobahn und 37 km von der Anschlussstelle Yukuhashi der Higashikyushu-Autobahn entfernt. Das Heiligtum befindet sich an den Hängen des Berges Hiko, dessen Hauptgipfel Minamidake 1.199 m erreicht.
Die Hōhei-den, 1616 von Hosokawa Tadaoki, dem Herrn von Kokura, wiederaufgebaut, war ursprünglich die große Lehrhalle des Reisen-ji, des Haupttempels der Bergasketen Kyushus. Der eingeschossige Bau mit Irimoya-Dach aus Kokerabuki-Schindeln ist seit 1907 Wichtiges Kulturgut; Firstetiketten belegen den Wiederaufbau.
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