Kensō-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Moto-Azabu, Tokio, Japan
Kensō-ji ist ein Sōtō-Zen-Tempel in Moto-Azabu im Bezirk Minato, Tokio. Seine eingeschossige Haupthalle hat ein breites, flach geneigtes Dach aus grünem Kupfer, das von dunkelbraunen Holzpfeilern und -balken getragen wird, mit einer weißen Putzdecke unter den Traufen und geschnitzten Balkenenden. Hinter einer niedrigen Holzbalustrade öffnen sich dunkel gerahmte Glastüren und -fenster zu einer tiefen Vorhalle. Die Halle steht auf einem erhöhten Steinsockel, der über drei Stufen erreicht wird; zwei quadratische Holzpfeiler auf gestapelten Steinplinthen flankieren die Stufen und tragen jeweils oben einen runden Holzbehälter.
Nabeshima Katsushige stiftete den Tempel 1635 für seinen an Pocken gestorbenen Sohn Tadanao. Da der Neubau von Tempeln in Edo damals verboten war, kaufte er den Shōjū-ji in Takarawa und verlegte ihn an diesen Ort. Der nach Tadanaos postumem Namen benannte Tempel wurde zur Grablege der Nabeshima. Bei den Luftangriffen von 1945 brannte fast das ganze Gelände ab; die Haupthalle wurde im April 1972, der Glockenturm im April 1975 wiedererrichtet.
Kensō-ji gehört zur Sōtō-Schule des Zen-Buddhismus. Sein Name stammt vom posthumen Namen Nabeshima Tadanaos, des Sohnes des Gründungsherrn, und der Tempel dient als Begräbnisstätte der Familie Nabeshima. Jährlich am 26. Februar und 12. Juli finden hier gemeinsame Gedenkfeiern für die 22 Offiziere des Zwischenfalls vom 26. Februar statt.
Der Tempel ist für Besucher und Gläubige täglich zugänglich und liegt in einer Wohngegend, die man am besten zu Fuß erkundet. Beim Betreten der Andachtsbereiche empfiehlt es sich, leise zu sein und beim An- und Ausziehen der Schuhe auf etwaige Hinweisschilder zu achten.
Der Tempel wurde von Nabeshima Katsushige gegründet, einem Daimyo aus der Provinz Hizen im heutigen Kyushu, der seine Verbindungen bis nach Edo, dem heutigen Tokio, mitbrachte. Diese Verbindung zwischen einer fernen Provinz und der Hauptstadt des Shoguns zeigt, wie weit die religiösen Netzwerke der Edo-Zeit reichten.
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