Amida-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Sakyō-ku, Japan.
Amidaji ist ein Jōdo-shū-Tempel im Viertel Kōchidani in Ōhara, Sakyō-ku, Kyoto. Das Gelände steigt einen steilen Hang hinauf: ein chinesisches zweigeschossiges Tor mit weiß verputztem Untergeschoss, eine Haupthalle, das Steinmausoleum des Gründers Tanshō, ein Teehaus, ein Wasserfall und eine Schatzkammer. Zwischen den Bäumen steht ein kleiner hölzerner Glockenturm mit dunklem Ziegeldach und vier schlichten Pfosten.
Der Tempel wurde im März 1609 von dem Mönch Tanzei gegründet, der aus der Provinz Owari stammte, mit neun Jahren sein Elternhaus verließ und durch die Provinzen wanderte, bevor er sich in Kochidani in Ōhara niederließ. Tanzei starb hier am 23. Mai 1613 im Alter von 62 Jahren und soll als selbst mumifizierter Buddha in einen Steinsarg eingegangen sein; seine Überreste liegen in einer Felshöhle neben der Haupthalle.
Die Haupthalle birgt zwei Hauptbildnisse: rechts einen hölzernen sitzenden Amida Buddha aus der Kamakura-Zeit, ein Wichtiges Kulturgut, und eine Statue des Gründers Tanzei, die er selbst geschnitzt und in die er sein eigenes Haar eingelassen haben soll. Da beide verehrt werden, nennt sich der Tempel das einzige Hauptheiligtum der Tanzei-Buddha-Linie, anders als die meisten Jōdo-shū-Tempel, die allein Amida verehren.
Man erreicht den Tempel mit dem Bus von der Station Kokusaikaikan bis zur Haltestelle Kochidani und steigt dann nach dem Tor etwa 15 Minuten einen sehr steilen Zugangsweg hinauf. Da Schnee den Weg gefährlich macht, ruht der Besuch jedes Jahr im Januar und Februar; an den ersten drei Tagen des Neujahrs ist er nur ohne Schnee möglich. Am Tor liegt ein Parkplatz für große Fahrzeuge, Pkw können bis kurz unter den Tempel fahren.
Der Tempel bewahrt den Sokushinbutsu seines Gründers Tanzei, der 1613 starb und in einem Steinsarg in einer Felshöhle neben der Haupthalle liegt. Er gilt als südlichster und westlichster selbst mumifizierter Mönch Japans, wurde aber seit der Umbettung in den heutigen Sarg in der frühen Meiji-Zeit nicht mehr öffentlich gezeigt. Besucher können bis an den Sarg herantreten.
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