Kazeya Dam, Gewichtsstaumauer in Totsukawa, Japan
Der Kazeya-Staudamm ist eine Gewichtsstaumauer aus Beton am Kumano-Fluss in Totsukawa, Japan, mit einer Höhe von 101 m und einer Kronenlänge von 329,5 m. Der aufgestaute See dahinter versorgt die Region mit Wasser und trägt zur Regulierung des Flusses bei.
Die Staumauer wurde 1960 von der Obayashi Corporation fertiggestellt und war Teil eines landesweiten Programms zur Modernisierung des Wassermanagements in den japanischen Gebirgsregionen der Nachkriegszeit. Die Arbeiten in diesem entlegenen Tal erforderten den Aufbau neuer Infrastruktur allein für den Bau.
Der Kazeya-Staudamm liegt im Herzen der Yoshino-Kumano-Region, einer Gegend, die seit Jahrhunderten als spirituelle Landschaft gilt und Teil des Kumano-Pilgerwegs ist. Wer die Staumauer besucht, sieht, wie modernes Bauwerk und altes Gebirgsland nebeneinander bestehen.
Der Staudamm liegt in einer abgelegenen Bergregion der Präfektur Nara, und die Zufahrtswege sind schmal und kurvenreich; ein eigenes Fahrzeug ist empfehlenswert. Der beste Blick auf die Mauer bietet sich von den Aussichtspunkten in der Nähe der Staumauer, die auch bei einem kurzen Halt erreichbar sind.
Obwohl die Staumauer aus Beton besteht, wurde bei ihrer Planung eine für ihre Zeit fortschrittliche Methode zur Berechnung der Wasserlasten angewendet, die später als Referenz für andere Projekte in Japans Gebirgsregionen diente. Diese technische Sorgfalt ist heute von außen nicht sichtbar, erklärt aber, warum die Anlage nach über sechs Jahrzehnten weiterhin in Betrieb ist.
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