Koyasan Reihōkan, Religiöses Kunstmuseum in Kōya, Japan
Das Koyasan Reihōkan ist ein Museum in Kōya, einer Bergstadt auf der Kii-Halbinsel, die als heiliger Ort des Shingon-Buddhismus gilt. Es zeigt buddhistische Skulpturen, Gemälde und religiöse Gegenstände, die aus Tempeln und Klöstern der gesamten Umgebung stammen.
Das Museum wurde in den 1920er Jahren gegründet, nachdem staatliche Reformen viele buddhistische Institutionen geschwächt hatten und der Schutz der religiösen Kunstwerke dringend notwendig wurde. Das Gebäude wurde als eingetragenes materielles Kulturgut Japans anerkannt.
Die Sammlung des Koyasan Reihōkan zeigt buddhistische Statuen und Mandalas, die von Mönchen aus der gesamten Kōya-Region zusammengetragen wurden. Wer durch die Säle geht, bemerkt, wie diese Objekte nicht als bloße Kunstwerke, sondern als Gegenstände der täglichen Andacht behandelt werden.
Das Museum liegt im Zentrum von Kōya und ist zu Fuß von den meisten Tempeln der Stadt leicht erreichbar. Es empfiehlt sich, den Besuch für die Morgenstunden einzuplanen, bevor die Besuchergruppen eintreffen.
Einige der im Museum aufbewahrten Objekte wurden nie in Tempeln ausgestellt, sondern dienten ausschließlich bei privaten Zeremonien und sind selten zu sehen. Ihre Aufnahme in die Sammlung war der einzige Weg, sie vor dem Verlust zu bewahren.
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