A sō-jinja, Shinto shrine in Japan
A sō-jinja ist ein Shinto-Heiligtum in Tatsuno, das im nagare-zukuri-Stil erbaut wurde. Das Dach wölbt sich nach vorne und erstreckt sich über die Haupthalle, während natürliche Materialien wie Zypressenbast oder Stroh das Dach bedecken und dem Bauwerk ein ruhiges Aussehen verleihen.
Der nagare-zukuri-Stil entwickelte sich aus dem älteren shinmei-zukuri-Stil mit geraden Dächern und wurde durch das gekrümmte Dach verfeinert. Das älteste erhaltene Beispiel dieses Stils stammt aus der späten Heian-Zeit und zeigt die lange Tradition in der japanischen Schreinarchitektur.
Der Schrein trägt einen Namen, der seine Bedeutung für die lokale Gemeinschaft widerspiegelt. Besucher sehen hier ein einfaches, würdevolles Bauwerk, das sich harmonisch in die natürliche Umgebung von Tatsuno einfügt und zum stillen Gebet und zur Besinnung einlädt.
Besucher betreten den Schrein normalerweise über einen Steinweg und machen eine Verbeugung vor dem Betreten des heiligen Bereichs. Danach ist es üblich, eine Glocke zu läuten und in die Hände zu klappen, um die Aufmerksamkeit des Geistes zu bekommen, bevor man ein Gebet spricht.
Viele Besucher bemerken nicht, dass die Säulen etwa 1,8 Meter voneinander entfernt sind - ein typischer Abstand im nagare-zukuri-Stil. Wenn dieser Abstand verdreifacht wird, erhält der Schrein die spezielle Bezeichnung sangensha-nagare-zukuri, was zeigt, wie präzise traditionelle japanische Proportionen geplant waren.
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