Yomotsuhirasaka, Mythischer Eingang zur Unterwelt in Matsue, Japan
Yomotsuhirasaka ist ein Ort in Matsue in Japan, der als Zugang zur Unterwelt gilt und mit der Entstehungsgeschichte Japans verbunden ist. Der Ort besteht aus einem Hang mit Wegen, die zu einem Steinmonument und zu einem Felsen führen, wo nach der Überlieferung die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits versiegelt wurde.
Der Ort wird im Kojiki, einem Text aus dem 8. Jahrhundert, zweimal als Schauplatz der Begegnung zwischen Izanagi und seiner verstorbenen Frau erwähnt. Diese Erwähnung verknüpfte den Hang dauerhaft mit der Entstehung des japanischen Archipels und der Trennung zwischen Leben und Tod.
Nach japanischer Mythologie verwendete Izanagi drei Pfirsiche, um Geister während seiner Flucht in die Unterwelt zurückzutreiben, wodurch Pfirsiche zu Schutzsymbolen wurden.
Der Ort liegt etwa 30 Minuten mit dem Zug von Matsue entfernt und ist von einem kleinen Parkplatz aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Schilder entlang des Wegs weisen auf die Verbindung zum alten Text und auf den symbolischen Fels hin, der das Ende des Pfads markiert.
Ein Steinmonument aus dem Jahr 1940 markiert den genauen Punkt, an dem nach der Sage die Grenze zur Unterwelt verläuft. Diese moderne Markierung steht nur wenige Meter von einer Straße und einem Parkplatz entfernt, sodass Mythos und Alltag direkt aufeinandertreffen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.