Haboku sansui, Tuschemalerei im Nationalmuseum Tokyo, Japan
Das Haboku sansui ist eine Tintenwäsche-Malerei auf Papier, die eine Landschaft mit Bergen und Wasser darstellt. Das Werk zeigt eine vertikale Komposition mit einer schmalen, hohen Form, die für diese Art der Darstellung charakteristisch ist.
Der Meister Sesshū Tōyō vollendete diese Berg- und Wasserlandschaft 1495, nachdem er ausgedehnte Studien bei chinesischen Künstlern absolviert hatte. Das Werk kennzeichnet einen Höhepunkt seiner künstlerischen Reife nach dieser intensiven Ausbildung.
Die Inschriften zeigen persönliche Gedanken von Sesshū und Gedichte von sechs buddhistischen Mönchen, die die enge Verbindung zwischen Kunst und Spiritualität widerspiegeln.
Dieses Nationalschatz-Werk wird im Tokioter Nationalmuseum in Taitō-ku gezeigt, wo es mit anderen japanischen künstlerischen und historischen Sammlungen zu sehen ist. Besucher sollten beachten, dass es wie andere empfindliche historische Kunstwerke aus Sicherheitsgründen möglicherweise nicht immer öffentlich zugänglich ist.
Das Werk nutzt die Broken-Ink-Technik, bei der Schichten aus verdünnter und konzentrierter Tinte Tiefe durch unkonventionelle Pinselstriche erzeugen. Diese Methode war zu dieser Zeit ein innovativer Ansatz, um räumliche Effekte ohne detaillierte Linien zu schaffen.
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