Writing Box with Pontoon Bridge, Lack-Nationalschatz im Nationalmuseum Tokyo, Japan
Die Schreibdose mit Pontonbrücke ist ein rechteckiger, lackierter Behälter aus Holz, Urushi, Gold, Silber und Blei mit gewölbtem Deckel, der im Taitō-ku-Viertel von Tokio aufbewahrt wird. Auf der Oberfläche ist eine Brückenszene mit Booten aus Blei dargestellt, die durch die Kombination verschiedener Materialien eine lebendige räumliche Wirkung erzeugt.
Das Stück entstand Anfang des 18. Jahrhunderts während der Edo-Zeit, als Lackhandwerker begannen, verschiedene Materialien in einer einzigen Arbeit zu kombinieren. Diese Technik, bei der Metall und Urushi zusammen verwendet wurden, setzte sich in dieser Epoche besonders stark durch.
Auf der Oberfläche der Dose sind Verse aus dem Ise Monogatari eingraviert, einem japanischen Klassiker aus dem 10. Jahrhundert. Die Verbindung von Literatur und Bildmotiv war in der Edo-Zeit ein Zeichen hoher Bildung und Teil der Tintendosen-Tradition.
Das Stück ist im Tokioter Nationalmuseum in Taitō-ku ausgestellt und wird dort in einer klimatisierten Vitrine aufbewahrt. Da Lackarbeiten empfindlich auf Licht und Feuchtigkeit reagieren, sind die Ausstellungsbedingungen entsprechend angepasst, weshalb manchmal nur ein Teil der Sammlung zu sehen ist.
Das Blei, das für die Boote auf dem Deckel verwendet wurde, ist ungewöhnlich schwer für ein Objekt dieser Größe und verleiht ihm ein spürbares Gewicht in der Hand. Diese Materialkombination macht das Stück zu einem seltenen Beispiel innerhalb der japanischen Lacktradition.
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