Akihagi-jō, Kalligraphisches Werk im Nationalmuseum Tokyo, Japan
Das Akihagi-jō ist ein japanisches Manuskript aus klassischer Zeit, das 48 Gedichte und 11 kopierte Briefe auf verschieden gefärbten Papierblättern präsentiert. Der Text wurde in der fließenden Kursivschrift jener Epoche geschrieben und zeigt die Schönheit alter japanischer Schriftkultur.
Das Werk entstand zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert und war Zeugnis der Umstellung von chinesischen Schriftzeichen zur japanischen Hiragana. Diese Zeit markierte einen wichtigen Wandel in der Entwicklung der japanischen Schriftkultur.
Das Werk verdankt seinen Namen dem Gedicht über Herbstblüten am Anfang und spiegelt die verfeinerte Literaturkultur der Heian-Zeit wider. Die verschiedenfarbigen Papiere zeigen, wie Schönheit und Text damals eng miteinander verbunden waren.
Das Manuskript wird im Tokio Nationalmuseum unter kontrollierten Bedingungen aufbewahrt und ist durch wechselnde Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich. Besucher sollten sich vorab informieren, wann das Werk gezeigt wird, da es nicht immer ausgestellt ist.
Das Werk enthält kopierte Briefe des berühmten chinesischen Schriftkünstlers Wang Xizhi und zeigt damit den Austausch zwischen japanischer und chinesischer Kultur. Auf der Rückseite mancher Blätter finden sich Notizen zu chinesischen Militärstrategien, die dem Werk eine überraschende historische Tiefe verleihen.
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