Pine Trees, Stellschirmgemälde im Nationalmuseum Tokyo, Japan
Pine Trees ist ein Paar sechsteiliger Stellschirme von Hasegawa Tōhaku, jeder 156,8 mal 356 cm groß, aus vertikal verbundenen Papierbögen mit dunklen Fugen und oben und unten mit mattem goldbraunem Stoff eingefasst. In Tusche auf gealtertem beigem Papier steht links eine hohe Kiefer mit dunklem Stamm, hellere Kiefern verblassen in der Mitte und rechts, und unten rechts der Mitte erscheinen schwache Stämme.
Die Stellschirme tragen kein Datum; Tōhakus Stil ordnet sie um 1593–95 ein, nach seinen Wandbildern im Shōun-ji und dem Tod seines Sohnes Kyūzō mit 26 Jahren. Bekannt wurden sie erst 1932, 1934 als Alter Nationalschatz eingestuft und am 22. November 1952 nach dem Gesetz von 1950 zum Nationalschatz erklärt. Eine fast gleiche Fassung, der Stellschirm Mondnacht im Kiefernwald, tauchte 1997 auf.
Die beiden Paravents zeigen Kiefern im Nebel und verwenden Tuscheverläufe, um Tiefe und Raum ohne Umrisslinien oder Farbe zu schaffen. Diese Technik folgt der Zen-Tradition der Reduktion und lässt den Betrachter die Leere zwischen den Bäumen als Teil der Komposition erleben.
Die Paravents sind in der japanischen Galerie des Museums zu sehen, wo die Beleuchtung die Tuschabstufungen hervorhebt. Besucher sollten etwas Zeit einplanen, um die feinen Übergänge und die Wirkung des Papiers aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Tōhaku verwendete raues Papier und Strohpinsel, um eine Maltechnik zu entwickeln, die vor ihm niemand in dieser Form eingesetzt hatte. Das Werk gilt als erstes großformatiges Bild, das ausschließlich Bäume ohne zusätzliche Landschaftselemente zeigt.
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