Mikazuki Munechika, Tachi-Schwert Nationalschatz im Nationalmuseum Tokyo, Japan
Mikazuki Munechika ist ein tachi-Schwert mit gebogener Klinge, das sich in Raum 13 des Nationalmuseums Tokio befindet und zur Sammlung der Tenka-Goken gehört. Die 79,9 cm lange Waffe zeigt eine fein polierte Oberfläche mit Mustern, die während des Schmiedevorgangs durch die Faltung des Stahls entstanden sind.
Sanjō Munechika fertigte das Schwert zwischen 1050 und 1150 in Kyoto während der Heian-Zeit. Das Werk gilt als Höhepunkt der frühen japanischen Klingenherstellung, die den Grundstein für spätere Schulen der Schwertschmiedekunst legte.
Der Name verweist auf die halbmondförmigen Muster im Stahl, die wie eine Mondsichel über die Klinge wandern. Das Schwert dient heute als Anschauungsobjekt für die Schmiedetradition des mittelalterlichen Japan, die Techniken über Generationen von Meistern weitergab.
Das Schwert wird unter klimatisierten Bedingungen in der japanischen Galerie aufbewahrt und ist hinter Glas ausgestellt. Besucher können die Details der Klinge aus unmittelbarer Nähe betrachten, sollten jedoch auf Reflexionen achten, die durch die Vitrine entstehen können.
Das Schwert wird nur wenige Wochen im Jahr öffentlich ausgestellt, da es als nationales Kulturgut besonders geschützt ist. Während der übrigen Zeit ruht es in einer speziellen Vitrine mit Stickstoffatmosphäre, um Korrosion zu verhindern.
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