Irises screen, Wandschirm im Nezu Museum, Japan
Die Bildschirme aus dem Museum Nezu zeigen japanische Schwertlilien in Ultramarinblau auf goldenen Hintergrundpaneelen. Sechs Falttafeln bilden jeweils einen Bildschirm und wiederholen die Blütenmotive über die gesamte Oberfläche.
Ein buddhistischer Tempel in Kyōto beherbergte diese Werke über zwei Jahrhunderte lang. Der Sammler Nezu Kaichirō erwarb sie im frühen 20. Jahrhundert und brachte sie nach Tōkyō.
Der Name stammt aus einer klassischen japanischen Erzählung über Wasser-Schwertlilien, die entlang eines Flussufers wachsen. Besucher erkennen heute die wiederholte Blütenform und die reduzierte Farbgebung, die diese Bildschirme von anderen Werken der Zeit unterscheidet.
Das Museum zeigt diese Paneele meist im Mai, wenn die Schwertlilien im Garten blühen. Die Ausstellungshalle ist gut beleuchtet und ermöglicht einen klaren Blick auf die Details der Oberfläche.
Der Künstler Ogata Kōrin nutzte Schablonen, um jede Blüte identisch zu gestalten und dabei nur zwei Farben auf Gold aufzutragen. Diese Technik führte zu einer rhythmischen Wiederholung, die eher an textile Muster als an traditionelle Malerei erinnert.
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