Hokusai Museum, Kunstmuseum in Obuse, Japan
Das Hokusai-Museum ist ein Kunstmuseum in Obuse, einer Kleinstadt in der Präfektur Nagano, das dem Leben und Werk des japanischen Grafikers Katsushika Hokusai gewidmet ist. Es zeigt Holzschnitte, hängende Rollbilder und bemalte Festwagen, die während seiner Aufenthalte in der Stadt entstanden sind.
Das Museum wurde 1976 gegründet, um das künstlerische Erbe Hokusais zu bewahren, der seine letzten Jahre in Obuse verbrachte, gefördert vom Kaufmann Takai Kozan. Diese enge Verbindung zwischen dem Künstler und der Stadt gab den Anstoß zur Schaffung dieser Einrichtung.
Das Museum zeigt Werke aus der Ukiyo-e-Tradition, einer Kunstform, die Alltagsszenen, Landschaften und Naturmotive auf Holzschnitte übertrug. Wer die ausgestellten Drucke betrachtet, erkennt, wie diese Bildsprache das japanische visuelle Denken über Generationen hinweg geprägt hat.
Das Museum befindet sich nahe dem Zentrum von Obuse und ist zu Fuß von den meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt leicht erreichbar. Da die Ausstellung regelmäßig wechselt, empfiehlt es sich, vorab zu prüfen, welche Werke gerade gezeigt werden.
Eines der letzten großen Werke Hokusais ist nicht im Museum selbst zu sehen, sondern im nahe gelegenen Ganshoin-Tempel: ein Deckengemälde mit einem Phönix, das er in hohem Alter schuf. Es zeigt, wie er bis kurz vor seinem Tod mit einer außergewöhnlichen Energie weiterarbeitete.
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